Weniger Fleisch

Erfreuliche Nachrichten:

Der Fleischkonsum ist in Deutschland leicht um 750g auf 59kg pro Kopf und Jahr gesunken und hat damit einen Tiefststand erreicht, seitdem es dar√ľber Aufzeichnungen gibt, und das gilt seit 1989. ūüėä

Weltweit ist der Konsum allerdings leider weiterhin steigend, da auch Schwellenländer und aufstrebende Industrienationen den Verbrauch drastisch steigern.

Nicht nur aus gesundheitlicher Sicht ist ein zu hoher Fleischanteil in der Ern√§hrung bekannterweise sch√§dlich, auch aus √∂kologischen Aspekten w√§re ein weiterhin sinkender Fleischverbrauch w√ľnschenswert.
So braucht es beispielsweise 14kg Getreide und 15000 Liter Wasser um ein Kilo Fleisch zu erzeugen! Damit kratzen wir erheblich an den Ressourcen unserer Erde (China hat inzwischen ein großes Wasserversorgungsproblem durch die Tierzucht). .
Es gibt √ľbrigens den sogenannten Earth Overshoot Day. Hier wird gemessen, ab wann die Welt ihre Ressourcen f√ľr das Jahr laut der Global Footprint Network aufgebraucht hat. Das war im Jahr 2020 der 22.8., im Jahr 2019 war es bereits der 29.7.

Die ethischen Vorz√ľge einer m√∂glichst tierfreien Ern√§hrung brauche ich hier wohl nur am Rande anzusprechen,geht es dabei doch in erster Linie um das Tierwohl bei Erzeugung, Aufzucht, Transport und Schlachtung.

Weitere Gr√ľnde f√ľr Verzicht oder Einschr√§nkung tierischer Produkte sind zudem die gro√üangelegten prophylaktisch Medikamente- und Antibiotikagaben. mangelnde Hygiene und Verunreinigungen durch F√§kalien/Salmonellen/Keime etc. im Schlachtprozess, aber auch schlechte Arbeitsbedingungen des Personals von z. B. Schlachth√∂fen.

Grunds√§tzlich ist hier immer Bioerzeugung anzuraten (wenngleich auch hier und da gemauschelt werden kann), es geht mir hier auch um die argerechte(re) F√ľtterung der Tiere, so dass das Fleischprodukt auch eine bessere Qualit√§t und N√§hrstoffzusammensetzung beinhaltet, z. B. ein besseres Omega3 zu Omega 6 Verh√§ltnis beispielsweise durch WeideF√ľtterung!

Gerade abgepackte und stark verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst sind laut WHO nicht nur krebserregend sondern auch, durch die extreme Verarbeitung und Haltbarmachung, in anderer Weise gesundheitssch√§dlich und z√§hlen damit zu den schlechtesten Nahrungsmitteln √ľberhaupt!!

Au√üerdem finde ich pers√∂nlich es schlimm, dass Wurst und angepacktes Fleisch so anonym sind, sodass man nicht mehr ein ehemaliges Leben darin erkennt, das, wie wir, geatmet und gef√ľhlt hat. Ich w√ľrde nie wieder Wurst in Scheiben kaufen!! Niemals!

Also bitte: wenn Fleisch oder tierische Produkte , dann aus Bioproduktion und möglichst unverarbeitet!

Ich selbst bin Vegetarierin, und ich habe √ľbrigens Veganer-Witze satt, denn ich finde vegan zu Leben echt bewundernswert! Und ich denke, dass nur Leute Witze √ľber Veganer machen d√ľrfen, die ein Tier schon einmal eigenh√§ndig geschlachtet haben.

Könntest du ein Tier selber schlachten?

Ich habe mal einem kranken Huhn einen *hinter den Kopp gegeben. Es fiel mir echt schwer.
Und ich habe meine Enten und G√§nse selbst zum Schlachter gebracht, weil ch mich dieser Verantwortung ganz bewusst aussetzen wollte. Um es zu f√ľhlen, was das eigentlich bedeutet!

Mehr zu diesen Themen in weiteren Posts, ich habe noch einen Beitrag im Bereich Paleo bzw artgerechte Ernährung vor, der diesen Post noch gut ergänzen wird!

Meine Berichte erheben niemals den Anspruch auf Vollst√§ndigkeit! Es gibt immer noch viel mehr dazu zu erz√§hlen, aber dann m√ľsste ich ein Buch schreiben.

Brinja
Weiglein

Personal Trainer